BBL Agenda 2020 - Deutsche Basketballer in der Breite schon auf Top Niveau?

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    • BBL Agenda 2020 - Deutsche Basketballer in der Breite schon auf Top Niveau?

      2020 beste Liga Europas. hmmmm wenn wir gegen Dänen!!!, Schweden und die low Budget Teams der Euroleague verlieren, dann ist das schon noch ein weiter Weg. Hatte bei unserem Spiel gegen Jerusalem ein Deja-vu als ich Halperin und Bar Timor auf dem Feld sah. Die haben nämlich das gleiche Problem in Israel. Die einheimischen Spieler sind in der Breite nicht gut genug für internationales Top-Niveau. So lang sich das nicht ändert können wir lange von der sportlich besten Liga Europas träumen.
    • TS schrieb:

      2020 beste Liga Europas. hmmmm wenn wir gegen Dänen!!!, Schweden und die low Budget Teams der Euroleague verlieren, dann ist das schon noch ein weiter Weg. Hatte bei unserem Spiel gegen Jerusalem ein Deja-vu als ich Halperin und Bar Timor auf dem Feld sah. Die haben nämlich das gleiche Problem in Israel. Die einheimischen Spieler sind in der Breite nicht gut genug für internationales Top-Niveau. So lang sich das nicht ändert können wir lange von der sportlich besten Liga Europas träumen.
      Um das mal aufzugreifen und ein bisschen weiterzuführen:
      Bamberg wird von einem Durchschnittsteam der EL zu Hause besiegt, dabei gibts ganze 13 deutsche Punkte...
      Ulm wird von einem spanischen Topteam im Eurocup abgeschlachtet, dabei gibts 17 deutsche Punkte...
      Alba wird vom Vorletzten der ACB vorgeführt, dabei gibts 14 deutsche Punkte...
      Bayern verliert daheim klar gegen ein gutes russisches Team, dabei gibts immerhin 22 deutsche Punkte...

      Das Problem ist klar.
      Jetzt sind Spieler, Trainer, Manager und nicht zuletzt Liga und Verband gefordert, das zu ändern und Strukturen zu schaffen, die deutsche Spieler in größerer Anzahl wettbewerbsfähig machen. Sonst wird das mit der stärksten Liga auf absehbare Zeit nichts werden.
      In Ulm wurde das zum Glück schon erkannt, das Jugendzentrum ist in Planung. In Bamberg wird auch viel investiert. Die Ergebnisse wird man bis 2020 leider noch nicht sehen...
    • Einfach nur die Punkte der Deutschen eines bestimmten Spieltags rauszupicken ist meiner Meinung nach nicht repräsentativ. Gegen Jerusalem gab es z.b. bei Ulm 37 deutsche Punkte. Scheint wohl also doch alles in Ordnung zu sein?! Was ist mit Rebounds, Assists, Leadership, Defense, etc. Ist das alles nicht relevant?

      Grundsätzlich gebe ich euch aber natürlich recht. Hätten wir eine breite Basis an deutschen Spielern, die auf europäischem Niveau nicht nur Kanonenfutter sondern Spitzenspieler sind, würde sich auch die Liga weiterentwickeln.
      Ich glaube, wir sind auf einem guten Weg, der wird aber noch nicht 2020 zum Ziel führen. Nicht nur Ulm hat die Zeichen der Zeit erkannt. Auch andere Vereine setzen verstärkt auf (deutsche) Jugendarbeit bzw. der frühzetigen Förderung von Talenten durch Spiele auf hohem Niveau.
    • TTPlayer schrieb:

      Einfach nur die Punkte der Deutschen eines bestimmten Spieltags rauszupicken ist meiner Meinung nach nicht repräsentativ. Gegen Jerusalem gab es z.b. bei Ulm 37 deutsche Punkte. Scheint wohl also doch alles in Ordnung zu sein?! Was ist mit Rebounds, Assists, Leadership, Defense, etc. Ist das alles nicht relevant?
      Das stimmt natürlich. Ich hab die Punkte rausgesucht, weil sie einfach zu erheben sind und es m.M.n. aber eben auch kein Zufall ist, das die deutschen Spieler hier so schlecht abschneiden.
      Ulm, Bayern und Bamberg haben jeweils 2-3 Spieler, die manchmal internationales Niveau erreichen, da sieht dann auch die Statistik anders aus... Alle anderen haben auch das nicht.
      Wenn diese 2 Spieler das nicht schaffen, kommt nichts mehr nach. Das ist die angesprochene fehlende Breite...
    • Hier mal eine Übersicht über deutsche Spieler in den internationalen Wettbewerben:



      Man sieht, die deutschen Spieler spielen zT schon recht jung international und es sind auch nicht alle einfach nur Busfahrer, sondern mit wichtigen Rollen im Team.
    • Alle deutschen Vereine werden weiterkommen, evtl. hat Bamberg mit ihren knappen Spielen weiterhin Pech.
      Ich sehe eine Entwicklung, was den deutschen Spielermarkt angeht. Nur hilft uns das auch nicht, wenn die BBL Clubs nicht in der Lage sind unsere eigenen deutschen Top Spieler zu bezahlen.
      Da kann Ulm noch so ein Monsterzentrum in die Welt rufen. So lange Ulm nicht sponsorentechnisch an die europäischen Spitzenclubs ranrücken kann, werden alle Guten ins Ausland abziehen. Die Mittelguten bei Ulm bleiben, der Rest wird in den Zoo gehen zraus .

      Trotzdem braucht es solche Zentren, da dies gute Spieler produziert, die wiederum eine gute Nationalmannschaft hervorrufen, die wiederum mehr Interesse bei der Bevölkerung hervorruft, die wiederum die Sponsoren in den Hallen spendabler macht.
      Langfristig wird es uns weiterbringen, so die nächsten 15-20 Jahre. Mittelfristig sagen Bamberg und europäische Spitzenclubs Danke für unseren Einsatz.
    • wichtig wäre für mich die Trainerausbildung und das Basketball in den Schulen gefördert wird.
      Des weiteren Korbanlagen in der Gemeinde / Stadt u.s.w

      in meinen " Dörfla " , hatte ich oft Gäste in meine Hof , wie ich noch jung war und mich noch öfters bewegte , spielen kann man das nicht nennen ...
      mit selbstgebauter Korbanalage :zwinker: und bei Famielienfeiern im Sommer wird die Anlage von den Kids immer genutzt.
      brose_franken_bamberg :b49: :b49: in memoriam of SD - Dieter999./ Bas... tr.i.ololo Ignore
    • Das Qualitätsproblem mit deutschen Spielern kann nur mit einem mittel- bis langfristigen Plan behoben werden. Hier lohnt ein Blick über den Tellerrand zum Fußball in Deutschland oder Eishockey in der Schweiz. Nach schmerzlichen Blamagen Anfang 2000 haben sich die Verbände ein Nachwuchskonzept auferlegt. Das kostet Geld aber war in beiden Fällen sehr erfolgreich. Das fängt natürlich in der Schule mit Schulsport und Sichtungen durch Vereine sowie kompetenten Übungsleitern an und geht dann an örtliche Vereine. Dort muss ein vernetztes Scouting- und Meldesystem etabliert werden, welches Talente zu örtlichen Sportvereinen oder größeren Basketballclubs oder -schulen bringt. Darüber müssen Stützpunkte / Leistungszentren installiert werden. Hier kommen die BBL-Clubs ins Spiel. Die Destinationen in Bamberg, Ulm, Quakenbrück, Oldenburg, Berlin, Frankfurt, Leverkusen/Bonn/Rhöndorf und künftig Köln und Hamburg müssen dann den Leistungsbereich befüttern. Nur wenn ein funktionierendes Melde- und Ausbildungssystem vorhanden ist werden Talente, natürlich mit sehr gut ausgebildeten Trainern und Lehrern, mittelfristig den Weg in den Profibereich in größerer Anzahl finden. Ergo die Masse reguliert dann auch den Preis für deutsche Spieler und die Qualität der Liga steigt insgesamt an. Daher her mit den Internaten und der Verband muss dann mal von seinem Kirchturmdenken weg und ein ganzheitliches Konzept erarbeiten. Der DFB lässt grüßen. Im Basketball natürlich in kleineren Dimensionen. eek eek