In zehn Tagen ist es endlich wieder so weit. Trainer und Manager aus aller Welt machen sich auf den Weg nach Sin City. Mein Flieger geht am Freitag. Leider nicht wie sonst aus Frankfurt und damit wird auch schon einmal das erste Highlight wegfallen. Die Frage, wer sitzt mit im Flieger entfällt. Und auch die witzigen Wasserstandsmeldungen vor dem Start (hat man euch auch ... für ... angeboten .... alle liegen lachend auf dem Boden) entfallen dieses Mal. Schuld daran ist anscheinend immer noch 9-11. Seitdem wurde der Flugverkehr in die USA deutlich reduziert. Hatte man früher oft halbleere Flieger, in denen man sich auf einer ganzen Reihe bequem hinlegen konnte, so gleichen die Flieger in die USA inzwischen Geflügelfarmen. Eng enger, Condor. Condor ist auch die einzige Flugesellschaft, die direkt Vegas anfliegt. Nur leider waren da im Januar!!!!!!!!!! schon einige Termine komplett ausgebucht. Wahrscheinlich haben die Kollegen aus Frankfurt und Giessen wieder einmal den ganzen Flieger belegt.
Jetzt muss ich eben von München los. Mit Umsteigen in Chicago. ich hasse Umsteigen beim Hinflug in die USA. Man muss dort sogar das Gepäck wieder aufnehmen und neu abgeben. Aber das ist auch das einzige Problem. Der Zeitunterschied macht mir gewöhnlich keine Probleme. Mehr Angst habe ich vor Notfällen. Bei meinen beiden letzten Flügen nach Vegas kam direkt vor dem Landeanflug eine Durchsage ob ein Arzt an Bord ist. So eine Sch... normal erkennt man die Ärzte in Flugzeugen daran, dass die sich am tiefsten ducken wenn die Durchsage kommt.

Ich bin zweimal hingeschlappt, hatte einmal Glück, dass schon ein Kollege schneller war und musste einmal während der Landung erste Hilfe leisten. Zum Glück keine wirklich großen Notfälle. Flüge nach Vegas sind ohnehin ein Erlebnis. Einmal Landeanflug abgebrochen und durchgestartet, weil noch ein Flugzeug im Weg war, einmal auf dem Rückflug eine Stunde auf dem Rollfeld in sengender Hitze gewartet (davor schon 5 h Wartezeit, weil die Maschine in Frankfurt einen Defekt hatte und entsprechend später in Vegas ankam), dann kam die Durchsage, dass man eine alte Maschine habe und es draussen so heiss sei, dass man nicht die Startbahn in Richtung aufs Gebirge riskieren will.

Wir sollten auf der anderen Landebahn zwischen zwei reinkommenden Flugzeugen eingefädelt werden. Start gelang und in der Luft die Durchsage, dass eine Crew nur maximal 12 h am Stück im Dienst sein darf und man in Manchester zwischenlanden muss und die Crew wechseln. Nicht nur die Crew, auch wir mussten wegen dem Auftanken aus dem Flieger. Ich habe danach gegoogelt und das mit der Zwsichenlandung kam bei Condor oft vor. Aber trotzdem hatte ich mich auch letztes Jahr dafür entschieden, weil es einfach der einzige Direktflug ist. Man sieht schon an den Ausführungen VEGAS ist ABENTEUER, SPANNUNG und ganz viel Basketball.
Höhepunkt die NBA Summerleague. Hier gibt es schon einmal die Teamroster. Freue mich auf John Wall.
Wichtiger für ein Low Budget Team wie uns sind die Camps.
Das von Michael Hart, der leider nicht mehr mit Kim zusammen arbeitet. Vor 2 Jahren noch in Frankfurt jetzt ist das Camp von Courtside das zweite Mal in Vegas. Auch scorers first ist mit einem Camp in Vegas vertreten. Last but not least das Camp von eurobasket. Nirgendwo sonst auf der Welt kann man so viele Spieler auf Jobsuche anschauen. Wenn ich nächste Woche in Vegas ankomme, hat Mike schon zahlreiche Camps hinter sich. Heute ist er bsp. beim ACMT Camp. Mal sehen, ob er bis dahin schon alle Positionen besetzt hat, damit ich auch mal in Ruhe an einen Pokertisch kann.